1. Dez. 2022 | Denkanstösse, Wachstum
Zeit für Begegnungen sind Zeit für einen Rückblick, einen Vorausblick und vor allem Zeit für einen Augenblick… Begegnungen können sich wie Perlen anfühlen, die sich aneinanderreihen und eine schöne Kette fertigen. Wenn Du etwas berührst, kannst Du es besser begreifen. Wir Menschen brauchen oft etwas Fassbares, um zu verstehen. Es fällt uns leichter, wenn wir mit etwas in Kontakt treten, um Verständnis aufzubringen und Klarheit für Entscheidungen zu erhalten. Bei materiellen Dingen ist Dir das ziemlich klar: der geschmeidige Stoff am Kleidungsstück, der vollmundige Geschmack des Rotweines, der Griff in die geschmackvolle Wahl des feinen Geschenks, der Sitz und Genuss im charmanten Restaurantstuhl… Wie schwer tun wir uns jedoch oft mit der Begegnung von immateriellem, in Berührung kommen mit dem Leben, Begegnung mit Dir selbst und anderen. Wir meinen, ständig Probleme lösen zu müssen, das Leben in den „Griff“ zu bekommen. Dabei ist das Leben mit Begegnungen oft schon ein Lösungspfad. Es liegt an Dir, dem strömenden Leben der Begegnungen freien Lauf zu lassen, lebendig zu sein.
„Jede Begegnung ist eine Bereicherung“
Mit diesem Spruch bin ich groß geworden. Er hat mich in meinem Leben, meiner Arbeit geprägt und ich möchte auch Deinen Fokus mit diesen Zeilen auf die Kraft von Begegnungen lenken. Deine Persönlichkeit wird erfüllt und bereichert durch Begegnung. Auch wenn sie manchmal zeitaufwändig, kompliziert, anstrengend, fordernd, drängend, konfliktbehaftet, unaufschiebbar, zehrend sind oder sein können, wirken sie jedoch gleichzeitig auch bedeutsam, interessant, lehrend, entwickelnd und aktivierend. Insbesondere sind Begegnungen andererseits, und das ist die Frage dessen, welche Haltung Du dazu einnimmst, lebendig, öffnend, aufbauend, wohltuend, beeindruckend, fesselnd, informativ, klärend, anrührend, neugierig- nachdenklich- oder frohmachend, eben bereichernd. Du kannst Begegnungen bewusst initiieren, ihnen aus dem Weg gehen, einzeln fördern, Dich darauf einlassen. Jeder Tag bietet eine neue Gelegenheit.
Begegnungen mit dir selbst
Wann bist Du Dir das letzte Mal wirklich begegnet? Und wo und unter welchen Bedingungen gelingt Dir das am besten? Du kannst Dich betrachten, mit Dir sprechen und Deine Erfahrungen immer wieder neu kreieren. Diese Begegnungsperle gilt es immer wieder neu zu entdecken. Denn sie steht im Zentrum aller Begegnungen. Ohne sie ist keine andere Begegnung wirklich möglich. Sich selbst zu begegnen ist nicht fest und starr und fix, sondern so beweglich und veränderbar, eben Du. Die intensivsten Erfahrungen kannst Du spüren, wenn Du Dich auf eine Reise zu Dir selbst begibst. Nicht immer ist das einfach und schnell erledigt, oft der Weg mit Umleitungen und auch mal mit Sackgassen verbunden. Aber dann, wenn Du Deine Achtsamkeit auf die Spur lenkst, wirst Du fündig werden können. Stille, Raum und eine gute Vertrauensperson begleiten Begegnungen mit Dir selbst sehr wertvoll und hilfreich. Eine Begegnung mit Dir selbst ist die Voraussetzung, dass Du berührbar bist, Dich einlässt auf den „Griff“ der Begegnung.
Begegnungen mit anderen
Wie wichtig sind Dir Begegnungen außerhalb von Effizienz und Vorteil? Und wo oder wie begibst Du Dich in Räume für Begegnungspotenzial? Begegnung mitten im Alltag, auch wenn sie nicht immer life und direkt ist, gibt Deinem Leben Sinn, schafft Dankbarkeit, fördert Mut, unterdrückt Hass, gibt Kraft, zündet Feuer. Die Begegnung mit Deinem Kollegen im Büro Gang, mit dem Kunde am Telefon bei einem Verhandlungsgespräch, in einem Chat, in einer Konferenz, die Begegnung am Küchentisch, am Gartenzaun, an der Supermarktkasse, im Wartezimmer. Regelmäßig wird Dir ein Augenblick geschenkt, den Du füllen kannst. Ermöglicht wird Dein Glas nicht nur halb, sondern beschenkt Rand voll. Begegnung eröffnet Dir einen größeren Horizont, macht lebendig und schenkt Fassbarkeit von dem Wunderbaren, dass Dir zur Verfügung steht.
Zeit für Begegnungen
Zeit für einen Rückblick, einen Vorausblick und einen Augenblick… Auf dem Faden der Begegnungen haben sich viele Perlen eingefunden, einfach so, gesteuert, zufällig, nebenbei, intensiv, wiederholt… Sie wurden geschenkt und kamen als Geschenk zurück. So ergeben sie eine wunderbare, individuelle Kette, die verbunden ist mit anderen Ketten und wenn Sie weitergereicht wird, Freude, Glücksmomente und Frieden bringt. Die Perlenkette der Begegnungen kann im neuen Jahr einfach fortgeführt werden, indem Du Raum für ein offenes Herz schaffst, an dem Begegnung möglich wird… Ich freue mich jedenfalls schon auf die Begegnung mit dir!
20. Okt. 2022 | Denkanstösse, Wachstum
STIL – BEWUSST vom Spiel mit Deinem Stil
Bewusstes Spiel mit dem Stil ist Dein Türöffner für den Zugang zu Dir, Deinen Talenten,
Fähigkeiten, Deinem Humor und Deiner Kraft. Der liebevoll verantwortungs selbst bewusste
Umgang mit Dir schenkt Dir Lebensfreude, gibt Dir Halt, wenn Du Dich nicht ablenken lässt
von: müsste, sollte, wäre, wenn und aber.
Sich seines Stils bewusst sein, bedeutet
nicht – nicht automatisch oder unbedingt
gestylt, overdressed, abgehoben, übertrieben, stylisch, hochmodisch, angepasst,
nachahmend, trendy, excellent, mondän, piekfein
sondern
charakteristisch, betont, attraktiv, gekonnt, liebevoll, wertschätzend, achtsam, schwungvoll,
chic und schön
Und Dein Stil? Lässig, unspektakulär, cool, drastisch, nett, durchschnittlich,
schmeichelnd… oder wechselnd wie Tage und Stimmungen.
STIL – BEWUSST
Bist Du Dir Deines Stils bewusst?
Bewusst mit Dir und Deinem Körper umgehen und bewusst mit Deiner Welt umgehen gehört
zusammen
Denn Du und Dein Körper sind ein Teil der Welt.
Schenke Dir und Deinem Stil deshalb BEWUSSTE Aufmerksamkeit, Wertschätzung und
Zuwendung
BEWUSSTE Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Zuwendung
durch
liebevolle Stoffe, die unter fairen, ethisch menschlichen Bedingungen und
Ressourcenschonung hergestellt wurden
durch
typgerechte, farbenfrohe Nuancen, die Dir und Deinem persönlichen Teint schmeicheln und
dadurch nachhaltige Begleiter und Wohlfühlaspekte für Dich sind
durch
Schnittformen und Verarbeitung, die Dich mit Deiner Figur, Deinen Lebensumständen und
Deinen Vorlieben verbinden und Dich umspielen, als wären sie ein Teil von Dir
durch
klare Wahl und Entscheidung für ein wohlwollendes Ja zu neuen Teilen, die Deinen Stil
aufwerten, ergänzen, unterstützen und Dich strahlen lassen und
durch
Qualität vor Quantität
durch
Regionalität und Menschenwürde
durch
ein würdevolles Nein zu Unnötigem, Lieblosem, Einengendem
durch
ein Nein zu Kinderarbeit und Ausbeutung der Natur
BEWUSST Deinen STIL leben und feiern
BEWUSST Deinen Stil leben und feiern macht Deinen Alltag schöner und Dich auch
sichtbarer. Du kannst immer, durch Kreativität, mit spannenden Details, auch mit kleinem
Geldbeutel, mit nicht idealer Figur, mit crazy Ideen und im fortgeschrittenem Alter Deinen
Stil leben. Feiere Dich und Deinen Stil als Frau oder Mann, betont würdevoll oder lässig und
sportlich, mitten im Berufsleben stehend, mit peppiger Kreativität, mit ausgeprägt
wertvollem Geschmack, als Mama in der Elternzeit, als rüstiger Senior, unterwegs im Urlaub
und beim worken and travel`n, trotz körperlicher Einschränkung, als junge Auszubildende,
als nüchterner Pragmatiker oder als Naturbursche und Ökofreak….
BEWUSST mit Dir SEIN
BEWUSST mit Dir SEIN hat sehr viel mit Liebe zu Dir und dem Leben und der Welt zu tun.
Lebendigkeit, Freude und Selbstverständnis sind neben Zeitersparnis durch gezielten Einkauf
eine Stimmigkeit, die mit Dir schwingt. Einen gut sortierten, einen übersichtlichen
Kleiderschrank zu haben, lässt Dich befreit leben, weil das, was dort hängt wirklich zu Dir
und Deinem Leben passt. Vielleicht magst Du Dich für Minimalismus entscheiden, vielleicht
für sehr hochwertige Stoffe und Verarbeitung, die Du sehr lange Zeit beibehältst.
In Zeiten von Ausrichtung auf das Wesentliche ist BEWUSSTER STIL eine Deiner Tragsäulen
für Deine Persönlichkeit und Lebensqualität.
Du bestimmst BEWUSST, was Du möchtest oder was Dir überflüssig erscheint und Dir Last
oder nur wehmütige Erinnerung an nostalgisch verblasste angeblich bessere, schlankere
Zeiten verleiht.
STIL VOLL
Stil voll bedeutet nicht Stil leer – also Fülle statt Mangel, Freude statt Frust, Klarheit und
Offenheit statt Regel, Norm und Unsicherheit.
Wenn Du es also satt hast, Stil los vor Deinem PC zu sitzen, weil es so scheinbar egal ist, ob
Du zum gebügelten Hemd oben unten die Jogginghose und die abgewetzten Socken trägst,
dann also, nichts wie los: auf zu Dir! Wenn Dir Unsicherheit durch Informationsflut,
Kontaktminimierungen, rasant wechselnde Trends und verändertes Außenbild zugesetzt
haben, dann also, nichts wie los: auf zu Dir!
Söhne Dich mit Deiner Durchschnittlichkeit, Eigenartigkeit, Andersartigkeit aus und zieh
Deine eigene Spur. Du bist das Beste, was Du hast, entscheide Dich bewusst für Dich, Stil voll
bewusst.
Als erfahrener Profi unterstütze ich Dich gern im Entdecken, Erfinden oder Wiederfinden,
Erneuern, Aussortieren, Entscheiden, Freuen. Mail oder Anruf genügt
15. Juni 2022 | Denkanstösse, Wachstum
Irgendwie wird der Koffer immer zu voll. Die Tasche zieht die Muskulatur an der Schulter kräftig nach unten. Der Blick in die Abstellkammer macht Magendruck und der Griff zur Ablage füllt sich sofort mit dem Gedanken nach Überfälligkeit. Die Leichtigkeit des Sommers und die innere Leichtigkeit sind nicht so einfach zu haben. Und doch: ein wenig Ballast fällt ab mit Einstellung zu leichtem Gepäck.
Leichtes Gepäck in Wohnraum und Büro
Der Kleiderschrank und das Bücherregal quellen über. Das letzte Aussortieren ist lange her – keine Zeit, keine Lust, keine Kraft. Über die Monate und Jahre hat sich doch einiges angesammelt an Wichtigem, Schönem und Feinem, aber auch an Unnötigem, Unbrauchbaren, Unpassendem, in die Jahre Gekommenem, Unbenutztem, Abgewirtschaftetem, Nostalgischem… Einst zum Schnäppchenpreis erstanden oder ungewollt behalten, früher einmal sinnvoll, heute unbenutzer Raumfüller. So sammelt sich manches an Gepäck in Haus, Keller & Co. Für schlechte Zeiten als eiserne Reserve gedacht: die Konserve, die dann doch das Ablaufdatum weit überschritten hat, der 98. Stift neben 3 Taschenrechnern, die überquellende Pinnwand oder die chemische Keule im Putzschrank, von deren Anwendungskraft und Qualität du eh nicht überzeugt bist. All das fühlt sich eher nicht nach leichtem Gepäck an sondern anstrengend und gefüllt mit Prokrastination. Wie befreiend, klar und frisch ist es, wenn du dich für leichtes Gepäck entscheidest. Nein, nicht automatisch minimalistisch. Vielleicht. Aber nur, wenn es dir gut tut. Doch leben und arbeiten in einer Umgebung, die eine Leichtigkeit versprüht, weil Platz ist zum atmen, bewegen und dich selbst neu entdecken, bringt dich in Schwung: achtsam, weise und verantwortungsvoll heraus aus der Gewohnheit.
Leichtes Gepäck auf der Reise
Auf Reisen gehen ohne den Druck, alles – also das Perfekte, das Unverzichtbare, das Individuelle, das Spezifische… unbedingt dabei zu haben für den Fall der Fälle. Und trotzdem glücklich sein und das Gefühl haben, das nichts fehlt? Ist das nicht eine feine Vorstellung? Du springst über deinen Schatten, weil nicht alles gebügelt, täglich frisch oder jeder Situation passend erscheint? Nach einem Spiel kannst du am Nachbarzelt fragen, die Luftpumpe borgen, Wanderkarte, Fernglas oder Föhn und Yogamatte teilen. Lass dich auch auf das Wagnis ein, mit weniger als gedacht auszukommen. Mit einer Packliste, die aktualisiert und mit frischem Mut einfach, jedoch klar wie ein Rezept ist, schaffst du dir eine gute Übersicht. Egal ob du auf Geschäftsreise, zum Familien – Badeurlaub, dem Sightseeing Wochenendtrip oder zur Trekkingtour unterwegs bist, leichtes Gepäck macht nicht nur einen stabilen Rücken sondern vor allem bewusster, freier, konkreter. Lass daheim, was nicht unbedingt erforderlich ist. So bist du offener, für das, was dir vor Ort begegnen will.
Leichtes Gepäck im Leben
Altlasten, Macken und Muster jeglicher Art, wie der übernommene Sammelspleen des Großvaters, der Putzwahn der deutschen Hausfrau, die überbesorgte Rundum – Kinderbetreuung sind eher schweres als leichtes Gepäck im Leben. Denn, wenn es nur so und nicht anders geht, bleibt das intensive Leben, das jetzt, konkret und präsent stattfindet, leider in seiner Frische und Vielfalt auf der Strecke. Der Cafe´ to go im Laufschritt, das günstigste Leasingangebot, die App zum schnellen Download uvm. sind verführerische Mogelpackungen, die dir leichtes Gepäck versprechen, aber oft mit schwerer Spätlast aufwarten. Beschwingtheit und sommerlicher Freiraum gehen da flott mal wegen Einschlafschwierigkeiten, hübsch Zeit und Geld beim Anwalt oder endloser Disskussionen mit dem Halbwüchsigen verloren. Leichtes Gepäck im Leben sieht anders aus, oder? Was macht das alles mit dir? Welche Szenarien öffnet es da gerade? Was fordert dich heraus, damit du dich mit leichterem Gepäck im Leben, auf Reisen oder in deinem Umfeld bewegen kannst?
5 Tipps, um aus der Gepäck Falle heraus zu kommen:
- Spür nach, wo und in welchem Bereich deine Gepäck Falle bei dir zuschlägt! Beobachte ehrlich!
- Hab Mut zur Lücke! Das schafft Platz zugunsten Begegnung, Zeit und Neuentdecktes bei dir!
- Geh einfache Schritte! Du übernimmst damit Verantwortung für dich und kreierst neu!
- Sieh in Verzicht oder Veränderung der Gewohnheit keine Zumutung sondern entdecke darin die Möglichkeit, neu beschenkt zu werden!
- Probieren geht über studieren, mit diesem alten Spruch kannst du Neues an, um, in und mit dir testen!
Dem allgegenwärtigen Druck des müssen, sollen, dürfen kannst du zugunsten des wollen Platz machen für leichtes Gepäck. Manchmal in Beharrlichkeit, manchmal in konkreten Kleinigkeiten, dann wieder mit frischem Blick und einer Entscheidung und kleinen Schritten, die größere werden können. Lass dich inspirieren von Menschen, die auch auf dem Weg sind und nimm Hilfe an, das macht selbstbestimmt, aber menschlich leicht.
9. Apr. 2022 | Denkanstösse, Wachstum
Die Vergangenheit trägt nicht mehr und die Zukunft noch nicht. Was dann? Du lebst in der Zwischenzeit. Du bist in einem Sturm gefangen, sprichwörtlich, alle sitzen im selben Boot. Allerdings sitzt jeder in seinem eigenen Boot. In dem der Zwischenzeit des scheinbar luftleeren Raumes, der das Durchatmen schwer macht.
Es ist aber auch eine Zeit mit viel Potenzial, Potenzial zur Transformation, die zwar noch nicht vorhanden ist, aber mit der widersprüchlichen Spanne zur öffnenden Realisierung fähig ist.
Zwischenzeit: Überlebens notwendig in der Natur
Ganz selbstverständlich gibt es die Winterpause. Und davor die Phase des Abblühens und Vergehens. Die Blätter fallen, die Felder werden kahl und leer. Scheinbarer Stillstand. Nichts passiert – scheinbar. Und dann kommt der Same, der langsam, langsam, aber kontinuierlich aufkeimt, aber dann abstirbt, bevor die Pflanze an die Oberfläche kommt und sichtbar wird. Das Frühjahr mit seinen zarten Knospen lässt uns jedes Jahr teilhaben an selbstverständlichem Veränderungswirken. Manche Pflanzen können sogar ohne Frost, die rauhe, unlebendige Zeit, gar nicht in ihre volle Blüte kommen oder brauchen Waldbrände um sich wieder zu erneuern. So zeigt die Natur uns die Überlebensnotwendigkeit von Zwischenzeiten, auch wenn wir sie unbequem, unschön, unnötig empfinden.
Zwischenzeit: Epoche durch Herausforderung
Kluft, Lücke, Abstand oder Distanzierung und Intervall, solche Worte findet man als Synonym und du kannst dir sicher vorstellen und kennst es aus eigenen Erfahrungen, dass es dabei immer um herausfordernde Abschnitte geht. Die Zwischenzeit, die weg vom Alten hin zu Neuem kursiert und dabei unweigerlich durch Angst, Zweifel und Verlust führt. Unangenehm, entpuppt als unumgehbar, oft an Widerspruch und Widerwillen gekoppelt, aber notwendig, um den neuen Abschnitt, die nächste Phase, die tiefere Ebene, die weitere Tragfähigkeit zu erreichen.
Durch die Herausforderung, die die wüste, trockene, dürre Zeit mit sich bringt, wird eine Veränderung bewirkt, die dich trifft, manchmal in Mark und Bein. Dich allein und nicht nur das, zur Zeit, in der jetzigen besonderen Zwischenzeit, uns alle irgendwie, deinen Nachbarn, deine Freunde, deine Mutter, deine Arbeit, dein Land, unsere Welt…
Wie geht es dir?
Wie erlebst du deine Zwischenzeiten? Wie empfindest du den Abschnitt, der dich nicht sanft und sicher trägt, sondern manchmal ganz schön durch die Lüfte katapultiert und dich an deine Grenzen bringt und darüber hinaus? Kommst du mit der wiederholten Zwischenzeit besser klar, weil du ja schon erprobt bist oder fordert dich jede neue Zwischenzeit immer stärker heraus, weil du ja schon weißt, wie kraftfordernd es sein kann?
Vielleicht fühlst du dich an körperliches Training erinnert, bei dem jeder Muskel immer wieder angespannt und aktiviert wird und damit folglich deine Kräfte wachsen? Wenn aber der Druck zu groß wird oder die Anspannung zu kurz ausfällt, weicht der qualitative Effekt dem Status Quo. Erschöpfung oder Verzweiflung, Ärger, Sorge, Wut und Frust machen sich breit. Wie geht es dir gerade in dieser Zwischenzeit?
Zwischenzeit: Chance für Entwicklung
Ziemlich paradox, wie das klingt. Chance für Entwicklung. Ein schmaler Grat, der sich durch die Dürre zieht und oft schwer erkennbar am Horizont neuen Möglichkeiten Platz macht. Welche Möglichkeiten fragst du dich vielleicht, wenn du keine erahnst? Es erfordert schon eine Portion Mut. Dieser zeigt sich darin, vermeintliche und oft fatale Sicherheiten und das automatisierte Denken in Sicherheitsschemen loszulassen. Das beginnt zuerst im Innehalten und in der Wahrnehmung. Leider kommt diese Erkenntnis meist erst, wenn deine Strategien nicht mehr greifen, deine Verluste – körperlich oder seelisch – zu Tage treten und deine bisherigen Gewohnheiten dich ausbremsen und lähmen, weil sie ja noch das Gewohnte, Alte sichern wollen. Dabei bist du dir dessen meist gar nicht im Klaren. Denn all das läuft einfach nur unbewusst ab. Wenn du dir jedoch Zeit bewusst für Aufmerksamkeit und Zuwendung in deiner Zwischenzeit nimmst, steuerst du auf deiner Gratwanderung Richtung Aufdecken und Auffliegen von Unbrauchbarem zu. Du sortierst und trennst, fügst Wesentliches hinzu, räumst auf, schaffst Platz, ordnest. Du entscheidest, was du mitnehmen willst, was du loslassen magst. Ungewohnt, aber lebendiger als je zuvor.
Nicht freiwillig sind sie ausgewählt, die Zwischenzeiten, jedoch bieten sie dir die Freisetzung von mehr als du glaubst und Erneuerung obendrein, eine frische Brise, die Schlummerndes in dir wecken kann.
Das Besondere einer Zwischenzeit liegt auch in seiner richtigen Länge, damit deine Stärken gut und nachhaltig zum Tragen kommen können.
Zwischenzeit ist deshalb nicht automatisch eine leere Zeit, sondern kann auch für dich eine Wiederherstellung, eine Möglichkeit, eine Chance sein.
Du bestimmst das. Du wählst das. Du gibst der Zwischenzeit die Bedeutung, die sie verdient. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Du entscheidest, ob deine Zwischenzeit eine Frustration oder ein Teil einer Dreier Dimension ist, die heißt: Altes + Pause mit Potenzial = Möglichkeit für Neues.
Wenn du diese Zwischenzeit zulässt und fließen lässt, nicht nur aushältst, trägt sie erstaunlich dazu bei, dass deine Zeit nicht bitter, sondern besser wird.
Unterstützung in deiner Zwischenzeit und darüber hinaus findest du hier.
1. März 2022 | Denkanstösse, Wachstum
Ständig ärgerlich über den unzuverlässigen Kollegen, wieder mal zurückhaltend, obwohl du jetzt deine Meinung sagen müsstest, täglich genervt, weil der Partner dich mit der ganzen Arbeit allein lässt, unzufrieden wegen der immer wieder launischen Tochter… Und da taucht sie auf, deine Schleife, die wiederholt. Das persönliche Muster, das mit deiner Bequem- oder Wohlfühlzone verbunden ist. Was nicht heißt, dass es sich wirklich bequem für dich anfühlt, gewohnt, vertraut, typisch du. Dem Körper raubt es die wenigste Energie, wenn du einfach im „Automatismus“ handelst. Na, eben so, wie du es gewöhnt bist, wie du es kennst, wie es am spontansten und einfachsten ist. Es ist ja schließlich keine Zeit, um andere Wege zu gehen, zu anstrengend, weil der Versuch immer wieder scheitert, Wiederholung unumgänglich, weil neue Wege zu kraftaufwändig sind. Und außerdem machst du dir dann Gedanken, was die anderen denken. Wie es wohl ankommt, wenn du plötzlich anders reagierst oder du von der Reaktion auf dein Gegenüber in die bewusste Aktion gehst.
Kennst du deine Wiederholungsschleife?
Wiederholungsschleifen sind so herrlich eingefahrene Muster, Schleifen, die wie von allein ziehen. Schließlich haben sie dich in einer bestimmten Situation gut durchs Leben manövriert. Da waren sie notwendig, haben Not abgewendet. Ungünstig ist nur, wenn du nicht mehr davon loskommst und deine Wiederholungsschleife zur Dauerschleife wird, immer und immer wieder und du keinen Ausweg daraus findest, wenn sie dir im Jetzt gar nicht mehr dient. So läuft es eben bei den Unternehmern, so ticken halt die Meiers und Schulzes schon immer, so müssen wir uns hier darstellen, so trumpfen Diese immer mit Ihrem Wissen auf, und so tickst du eben nun mal schon von jeher: einmal Choleriker, immer Choleriker… Wiederholungsschleife – auch bei dir? Vielleicht mit ganz anderen Themen, vielleicht versteckt und subtil. Definitiv aber behindernd im Moment der aktuellen Situation. Weil du andockst an die Vorstellung, wie es sein müsste, schon immer war, der andere sich verhalten sollte und die Welt sowieso ist. Wusch! Und schon bist du mittendrin in deiner Wiederholungsschleife. In deiner ständigen Lästerei, in deinem Unmut, in deiner dauernden Verzagtheit, in deiner Sorge. Weg von Leichtigkeit, weg von Freude und Standing, einfach drin in der wiederkehrenden automatisch dir leichten Weise, auf dich selbst, auf andere und das Leben zu reagieren.
Wie entlarvst du, was da bei dir vorgeht?
Scheuklappen ab und ehrlich schauen und reflektieren ist ein nicht immer angenehmer und fordernder erster Schritt. Du kommst dahin, wenn du ganz in Ruhe und mit Achtsamkeit auf dich schaust. Wiederholungsschleifen sind gut getarnt, werden schön geredet, gerechtfertigt und tapfer mit einem Deckmantel des Schweigens und der Schönfärberei überzogen. So ist dieser klare Fokus nicht immer allein zu aktivieren. Die blinden Flecken sind gut versteckt und geschützt. Die Gesellschaft mit ihren Anforderungen und eigenen Wiederholungsschleifen der Historie leisten meist einen wenig unterstützenden Beitrag zu deiner Entlarvung. Das musst du schon selbst übernehmen oder in Kontakt mit einer Person deines Vertrauens treten.
Wodurch kannst du der Falle entkommen?
Wiederholungsschleifen sind Wiederholungstäter, keine Eintagsfliegen und dadurch auch in deiner Sprache sowie deiner Körpersprache mit den Signalen der statischen Wiederholung verknüpft. Deshalb brauchst du Zeit, Muße und natürlich erst einmal eine grundsätzliche Einstellung zur Änderung. Ja, und dann einen eisernen Willen. Das ist anstrengend und erschöpft dich im Anspruch des Alltags rasch. Leider bleibt eben und wiederholt gerade wegen der Anstrengung der Weg aus der Wiederholungsschleife oft erfolglos. Deine inneren Antreiber werden eher verstärkt, wenn du mit Macht entkommen willst.
Raus aus der Wiederholungsschleife…
Deshalb ist der aktive, kraftvolle, aber liebevolle Blick auf und in dich der Weg aus der Falle der Wiederholungsschleife. Dein Wertgefühl für dich selbst ist ein Schlüssel. Dein persönlich individueller Weg der Annahme und der grundsätzlichen Akzeptanz zuerst wichtig und förderlicher als du glaubst. Das heißt: nicht, in den „Na siehst du, so ist es eben, so bin ich halt, so war es schon immer“ zu verfallen, sondern, Annahme als achtsamen Weg zu dir selbst zu entdecken und zu forcieren. Hast du Lust, dich mehr darauf einzulassen? Weil es dich stärkt, situationsgerechter zu denken und zu handeln. Die Steine ohne große Kraftanstrengung aus dem Weg zu räumen, wird nach dem ersten Schritt des Mutes immer selbstverständlicher, immer natürlicher, immer leichter. Nach dem Fallen, Blut wegwischen, Krone richten und aufrecht weitergehen machen uns die Kinder vor. Du kannst das auch mit 30, 50 oder 70 Jahren… Gern bin ich dir Begleiter und Unterstützung, damit deine Schleifen nicht Wiederholungsschleife, sondern Lebendigkeitsschleifen sind – Lebensfreude und Präsenz.
1. Feb. 2022 | Denkanstösse, Wachstum
Dass es mit unserem Klima nicht zum Besten bestellt ist, wissen wir schon seit längerem. Aber wie es mit dem Klima in dir drin aussieht, deinem Binnenklima, nimmst du vielleicht nur wenig wahr und übersiehst so leicht die möglichen Folgeschäden. Wie stehts mit deinem Binnenklima?
Das Klima in dir
Klima ist der ermittelte Durchschnitt von dynamischen Prozessen und eine Zusammenfassung von Erscheinungen. Und das bezieht sich nicht nur auf das Wetter. Wenn du einen Blick auf deine inneren Prozesse wirfst, kannst du Zusammenhänge erkennen und dann Verantwortung für deine Stimmung und damit für dein Binnenklima übernehmen. Denn wie es in dir aussieht, es sich anfühlt und ob dich du lau, hitzig oder kalt zurückgezogen erfährst, hat viel mit deinen zusammengefassten Erscheinungen und Wechselwirkungen zu tun. Dein Körper, deine Emotionen, deine Erfahrungen und deine kognitiven Aktionen agieren und reagieren auf Reize, die von den verschiedensten Faktoren ausgelöst werden. Sicher fällt dir gleich ein passendes Beispiel aus deinem Leben dazu ein. Du bist jedoch nicht ausgeliefert, sondern selbst verantwortend zugänglich für die Regulation, deinen persönlichen Klimawandel. Dazu lohnt sich eine Standortbestimmung für deine Blickrichtung, um deinen komplexen Klimagesetzen Raum für alle notwendigen Zugänge zu schaffen.
Das Klima um dich im Außen
Meist bist du so sehr mit allem beschäftigt, was um dich herum passiert, was andere sagen, denken und tun, was sich gehört, wie man sich verhält…, so dass du den Kontakt zu deinen eigenen Möglichkeiten der Klimaneutralität oder des Klimawandels gar nicht bemerkst. Diese Kräfte außerhalb von dir sind so wirkungsanziehend, dass sie dich gern zielgerichtet wieder ins Außen treiben und ablenken. Und damit gaukelst du dir selbst vor, dass das Außenklima dein einziges Messinstrument für deine gefühlte Selbstwahrnehmung ist. Mit der Reflektion dieser Tatsache kannst du jedoch neu orientiert und so objektiver zu deiner persönlichen Klimabilanz Stellung beziehen, Ablenkungsmechanismen aufspüren, durchleuchten und diese mit eigener Kraft oder auch mit Zuhilfenahme professioneller Unterstützung immer wieder regulieren.
Ablenkungsmechanismen durchschauen
- keine Zeit
- falsche Priorität
- körperlicher Bezugsverlust
Allein bei der Frage: „Wie geht es dir?“ bist du oft mit der Außenwahrnehmung derart gefangen, so dass du die Beantwortung nicht mit der inneren Übereinstimmung abgleichst, sondern, geschuldet der Tatsache von wenig Zeit und steigender Herausforderung des Alltagslebens, du schon im nächsten Gedanken, bei der nächsten Frage, beim nächsten Schritt bist. Die unzureichende Wahrnehmungsfähigkeit deiner Körperlichkeit durch zu viel Sorge, Anspannung, Kontrollzwang und gehäufte Stresssituationen verhindert die klare Andockung an deinen ursprünglichen Körperbezug. So kann deine innere Klimaanlage bei der gesunden Steuerung und Regulation eingeschränkt, überfordert oder nicht einsatzbereit sein. Diese und weitere Argumente belasten die gesunde innere Stabilität und lenken dich von der Klimafreundlichkeit in dir ab, die dich vor Explosion und vor allem unbemerkter Implosion und deren Folgen schützt.
Wie kannst du dein Binnenklima stärken?
- eigene Annahme
- weniger werten und urteilen
- Entdeckungen fördern
Sich selbst mehr und mehr annehmen, mit allen Facetten und zu seinen Emotionen stehen, egal ob sie nun gerade sehr angenehm sind oder nicht, ist der erste, aber handfeste Schritt im Prozess. Das geht nicht von allein und auch nicht ohne Wiederholung. Du darfst dabei dein Gelingen sowie Scheitern wertungsfrei betrachten. Dabei entdeckst du dann zunehmend die Unabhängigkeit von Eigenverantwortung im Binnenklima und Unabänderbarkeit vieler äußerer Klimakatastrophen. Du bist nicht allein, wenn dir die Stärkung schwerfällt und du deiner eigenen Klimapolitik hin und wieder erliegst. Das Eingeständnis zur eigenen realen Klimazielsetzung, die sich am Bedürfnis deiner Lebensqualität festmacht, ist hilfreich und entlastend. So kommst du mehr und mehr in den echten Genuss von gutem, gesundem Binnenklima, das menschliche Schwankungen liebevoll inkludiert.
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Wie stehts mit deinem Binnenklima?
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gemeinsam statt einsam
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kraftvoll und präsent
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Wie stehts mit deinem Binnenklima?